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Den
Roman in Stimme gehüllt, original und spannend, so erleben wir Sprachkunst
an diesem Abend. Sprache Dynamit gefüllt, wo Nobel nicht ausreicht,
erzählt Parabel und Geschichte und lässt staunen und erschauern, vor
allem erkennen.
Fein
ausgesucht der Querschnitt, den Robert Schneider liest. Das bittere
Credo der Macht in Religion und Menschlichkeit, eben diese
vergessend, wird heutig. Er ist ein begnadeter Erzähler. Humor
delektierlich, präzise Recherche und blendende Beobachtung so ins
Wort gebettet, dass ich die Maulschelle auf der Wange spüre, die Jan
ob seines 'Berufswunsches' Kristus werden zu wollen, einfängt.
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Die Veranstaltung in der
Tyrolia ist ausverkauft. Das Publikum geniesst die Zugaben und der
Autor plaudert und erzählt später Anekdoten zur Entstehung des
Romans. So schätzt er die Lektorin hoch. Dabei hatte diese zu Beginn
der Arbeit eingewandt, dass Lesen müde mache. 'Das Buch jetzt
weglegen, ausruhen, dann weiter lesen!', war die praktische Rezeptur
des Autors. Der Bann war gebrochen. Ein anderes Mal korrigierte sie
eine ungenaue Formulierung dezent fragend: "Wie soll ich's mir
vorstellen, wenn ihr greiser Fürst sich munter aufs Pferd schwingt?"
Schade, der
genüssliche Abend ist schon zu Ende. Es wird ein anderer kommen und
das Buch unterm Arm - mit Widmung - verspricht ... |